Malatelier

Im Malatelier dürfen Kinder und Erwachsene, alleine oder in kleinen Gruppen ungestört und kritikfrei malen. Es gibt keine falschen Bilder. Das Ausprobieren und die Möglichkeit, selbst zum Ziel zu gelangen, fördert die Kreativität und stärkt das Selbstvertrauen, das im Alltag wichtig ist.

Die Methode der Kunsttherapie IHK (Institut für humanistische Kunsttherapie) umfasst folgende drei Ebenen:

Ein Junge malt mit bunten Farben auf einem weißen Papier an einer Wand. Im Hintergrund ist ein zweiter Junge, der ebenfalls malt, zu sehen.

Die Arbeit am Bild

Das begleitete Malen nutzt den heilenden Aspekt des Sinnbildes, ohne den bildnerischen Prozess einzuschränken. Weder Motive noch Gefühle werden vorgegeben. Das Bild hat keine verborgene Bedeutung, die nur dem Therapeuten ersichtlich ist. Inhalte verstehen sich als solche und nicht als Symbole für etwas anderes. Bilder werden nicht erklärt, sondern geklärt.

Eine Frau und ein Junge beim Malen im Kunstunterricht, umgeben von Farbtuben und bunten Gemälden im Hintergrund.

Die Arbeit an der Beziehung

In der Beziehung zwischen Maltherapeut/-in und Malenden werden Beziehungsmuster aus dem Alltag der Malenden erfahrbar. In der Auseinandersetzung mit dem/der Maltherapeut/-in können sich die Malenden über ihre wirklichen Bedürfnisse klar werden. Sie werden aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und in Kontakt zu treten, ohne sich dabei selbst aufzugeben.

Farben in offenen Gläsern auf einem Tisch in einer Kunstklasse, im Hintergrund Kinder, die malen und basteln, in einem hellen Raum.

Die Arbeit am Prozess

Wir malen auf die Art und Weise, wie wir unser Leben bewältigen. Der Therapie-Prozess entfaltet sich in der Realität des Bildes. Was gemalt ist, ist gemalt. Was nicht gemalt ist, bleibt aus. So lassen sich Entscheidungen überprüfen und Blockierungen erkennen. Die Kreativität wächst durch das Wagnis neuer Schritte, was Selbstvertrauen und Realitätsbezug stärkt.

Junge Frau mit langem blondem Haar, grauem Lederjacke, Schal und Ohrringen, im Park mit Bäumen und Bänken im Hintergrund.

Sarah Aglaja Koepplin

Geboren am 21.07.1987 in Bern.
Grafikerin, Malleiterin / Maltherapeutin IHK
(Institut für Humanistische Kunsttherapie)